Technostress hat sehr reale Folgen. Er kann zu Burnout, Fehlzeiten und letztlich sogar zur Kündigung führen – allesamt Auswirkungen, die auch die Befragten in unserer Studie genannt haben.
Die Ergebnisse zeigen:
In den vergangenen 12 Monaten nannten 43 % die Menge an Benachrichtigungen oder die Belastung durch die Nutzung mehrerer Plattformen als wesentliche Ursache für ihren Stress. Die Technologie, die Kommunikation eigentlich vereinfachen soll, erhöht also in vielen Fällen sogar die Belastung durch zu viele verschiedene Tools.
Unzureichende Schulungen verschärfen Technostress zusätzlich. Mehr als jede fünfte beschäftigte Person (21 %) gibt an, dass fehlende Schulungen zu neuen Tools direkt Stress und Ängste auslösen. Viele sind dadurch gezwungen, sich neue Anwendungen allein oder nach dem Prinzip „Learning by Doing“ anzueignen – was sich auch negativ auf die Produktivität auswirkt.
Auch die Unternehmenskultur beeinflusst maßgeblich, wie stark Wissensarbeiter:innen unter Technostress leiden. Haben sich Organisationen wirklich auf die Realität einer global vernetzten, digitalen Belegschaft eingestellt? Fast ein Fünftel der Beschäftigten (19 %) fühlt sich unter Druck, auch außerhalb der vertraglich vereinbarten Arbeitszeiten erreichbar zu bleiben. 17 % sagen zudem, dass sie ständig das Gefühl haben, ihre Produktivität über digitale Kennzahlen beweisen zu müssen. Solche Erwartungen verwischen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben und fördern Erschöpfung und Frustration.
Effektive asynchrone Zusammenarbeit über verschiedene Zeitzonen hinweg ist durchaus möglich – und Technologie kann dabei unterstützen. Entscheidend ist jedoch, dass zuerst die passende Unternehmenskultur geschaffen wird.