Was bringt das Jahr 2026 in Sachen KI (Teil 2)
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Was uns 2026 in Sachen KI erwartet (Teil 2)

Danny Coleman
Published on 27. Januar 2026
6 Min. Lesezeit


Danny Coleman
Published on 27. Januar 2026
6 Min. Lesezeit
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Prognose 6: Die Tools des Jahres 2025 werden noch breiter eingesetzt
Prognose 7: Der Fokus von HR auf den Menschen bleibt unerlässlich
Prognose 8: Die Angst vor der KI wird bleiben
Prognose 9: Vertrauen und Governance auf Unternehmensebene
Entdecke die KI-Trends für das Jahr 2026: Akzeptanz im Mainstream, neue Methoden, die sich wandelnde Rolle des Personalwesens, zunehmender Technostress und warum Vertrauen und Governance den Unternehmenserfolg vorantreiben werden.
Prognose 6: Neben neuen Methoden werden auch die Tools des Jahres 2025 von Mainstream-Nutzern noch breiter eingesetzt
Mit der zunehmenden Verbreitung von KI in der Arbeitswelt werden die vielfältigen Möglichkeiten der KI-gestützten Funktionen, die 2025 im Markt eingeführt wurden (und bisher nur Power-Usern vorbehalten waren), nun in allen Bereichen zum Standard werden. Dadurch wird sich die Nachfrage nach praxisorientierten, funktionsspezifischen KI-Schulungen erhöhen.
Gleichzeitig werden neue Methoden wie das Reinforcement Learning (in dessen Rahmen einem KI-Agenten durch Ausprobieren optimale Verhaltensweisen beigebracht werden) für komplexere und spezialisierte Anwendungsfälle entwickelt, wodurch die Kompetenzlücke für Unternehmen, die nicht in die Weiterbildung investiert haben, größer wird.
Wir gehen davon aus, dass Unternehmen auf diese Entwicklung reagieren werden, indem sie ihre Budgets für strukturierte Lernprogramme weiter erhöhen. Diese Programme werden grundlegende KI-Kenntnisse mit maßgeschneiderten Schulungen für alltägliche Anwendungsfelder vereinen. Die Unternehmen, die in diesem Kontext frühzeitig für eine entsprechende Weiterbildung sorgen, werden, wie leicht ersichtlich ist, die Akzeptanz schneller erhöhen, mehr Vertrauen gewinnen und bessere Ergebnisse erzielen können.
Neal Riley
Innovation Lead, The Adaptavist Group
Wir gehen davon aus, dass die Lücke zwischen menschlicher und KI-Arbeit durch spezielle Funktionen geschlossen werden kann. In AI Predicts 2026: Rewiring IT for the AI Age von Gartner wird prognostiziert, dass „bis zum Jahr 2028 60 % der Unternehmen formale Positionen für Zusammenarbeitsarchitekten zwischen Mensch und KI schaffen und ihre IT-Abteilungen für hybride Abläufe zwischen Mensch und KI grundlegend umstrukturieren werden“.*
Prognose 7: Der Fokus von HR auf den Menschen bleibt unerlässlich
„KI wird den menschliche Kern der Personalabteilung nicht ersetzen.“ – Neal Riley, Innovation Lead bei The Adaptavist Group.
Wir gehen vielmehr davon aus, dass die menschliche Erfahrung, auf die eine Personalabteilung aufbaut, nicht verschwinden wird, sondern dass die eigentliche Transformation in der Zusammenarbeit zwischen Personalabteilung und IT stattfinden wird, wenn die KI zu einem unternehmensweiten Standard wird.
„KI wird die HR-Funktionen nicht neu definieren“, erläutert Neal. „Stattdessen wird sie sie erweitern, indem sie eine schnelle Automatisierung für administrative Aufgaben ermöglicht, sodass sich die HR-Experten auf die Unternehmenskultur, das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und ethisch sinnvolle Personalentscheidungen konzentrieren können.“
Gartner hält fest: „Die Automatisierung im Personalbereich wird sich weiter beschleunigen, aber bei sensiblen Entscheidungen, die nach Anwendungsfällen klassifiziert werden, wird weiterhin ein „Human-in-the-Loop“ hinzugezogen werden, was klare Eskalationspfade und Schutzbereiche erfordert, die der Zusammenarbeitsarchitekt zwischen Mensch und KI formalisieren wird.“*Es wird ein klares gemeinsames Mandat geben: für den Schutz der Menschen bei gleichzeitig verantwortungsvollem Umgang mit KI.
Prognose 8: Die Angst vor der KI wird bleiben und weiterhin zum Technostress beitragen
Laut unserem kürzlich veröffentlichten Bericht „The 'human' cost of digital transformation“ gaben im Jahr 2025 fast zwei Drittel der Wissensarbeitenden (64 %) an, dass Technologie eine negative Auswirkung auf ihr Arbeitsleben hatte. Und obwohl die Mitarbeitenden nicht von einem einzigen System überfordert sind, spielt KI dabei zweifellos eine Rolle: Mehr als ein Drittel hortet gleichzeitig sein eigenes Fachwissen, aus Angst, von der KI ersetzt zu werden.
Unternehmen, die ihre Strategie mit ihrer Umsetzung in Einklang bringen, implementieren KI, um ihre Teams zu ergänzen, und sie investieren in sinnvolle Schulungen und eine nachhaltige Unterstützung, damit eine Belegschaft entstehen kann, die sich selbstbewusst und befähigt fühlt und sich sicher sein kann, die Kontrolle innezuhaben. Mit zunehmender Verbreitung dieses Ansatzes wird im Ergebnis ein gesünderes, engagierteres und belastbareres Arbeitsumfeld stehen – ein Umfeld, in dem Technologie die Menschen in ihren Funktionen zunehmend unterstützt und befähigt.
Unternehmen, die erfolgreich sind, werden digitale Tools im Jahr 2026 als Wegbereiter für menschliches Potenzial behandeln und nicht als Kennzahlen, die überwacht werden müssen.
Neal Riley
Innovation Lead bei The Adaptavist Group
Vorhersage 9: Vertrauen und Governance auf Unternehmensebene werden zu einer Ausdifferenzierung der Akzeptanz führen
Mit Blick auf die nächsten 12 Monate wird die Akzeptanz von KI zunehmend vom Vertrauen abhängen. Wenn die Unternehmen ihren Einsatz von Automatisierung und KI-Agenten ausweiten, wird die Governance auf Unternehmensebene zu einem entscheidenden Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb – insbesondere in stark regulierten Branchen.
Das bedeutet, dass Führungskräfte weit mehr als nur grundlegende Compliance erwarten werden. Sie werden stattdessen detaillierte, rollenbasierte Zugriffskontrollen, eine transparente Überprüfbarkeit durch KI-Dashboards, starke Garantien für die Datenresidenz und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Standard verlangen“, so Michael Rudenko, Head of Consulting, EMEA, Adaptavist. „Ebenso wichtig ist, dass Kunden absolute Klarheit darüber haben, dass ihre Daten niemals für das Training von Basismodellen verwendet werden.“
Diese Sicherheitsvorkehrungen werden keine optionalen Extras, sondern unerlässlich sein, um sich die Zustimmung der Führungsebene zu sichern, Risiken zu reduzieren und den Einsatz von KI in unternehmenskritischen Workflows zu ermöglichen. Die Prognose von Gartner lautet: „Die Rolle des Menschen wird weniger in der Ausführung von Aufgaben bestehen als vielmehr in der Steuerung und der Sorgfaltspflicht, um sicherzustellen, dass mehr Autonomie nicht zu Fragmentierung, kurzsichtigen Entscheidungen oder unbeabsichtigten Folgen führt.“*
*Gartner, AI Predicts 2026: Rewiring IT for the AI Age, 10. November 2025. GARTNER ist eine Marke von Gartner, Inc. und/oder seinen verbundenen Unternehmen.

Bring deine Teams mit KI im Jahr 2026 auf Erfolgskurs
Unsere Umfrage unter 4.000 Wissensarbeitenden ergab, dass 35 % aus Angst, von der KI ersetzt zu werden, nur ungern Ideen und Informationen mit anderen teilen. Man kann jedoch gewisse Schritte unternehmen, um diese Angst zu reduzieren, und somit KI im Unternehmen erfolgreich zum Wohle aller einführen.
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Business Information Services Manager
Danny leads Adaptavist's monday.com Professional Services globally, directing teams that deliver complex system migrations and enterprise work management transformations. He focuses on strategic leadership and clarity, helping global organisations navigate complexity and scale confidently.
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