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ITSM-Migration neu gedacht: 5 Mythen, die du hinter dir lassen musst
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ITSM-Migration neu gedacht: 5 Mythen, mit denen du aufräumen solltest

Stephen Laurin headshot
Stephen Laurin
Published on 28. Juli 2025
4 Min. Lesezeit
Operative Exzellenz
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Stephen Laurin
Published on 28. Juli 2025
4 Min. Lesezeit

„Clean-Slate“-Denken für eine langfristige Transformation

Bei der Migration deiner ITSM-Plattform geht es um weit mehr als nur den Austausch von Software – es geht darum, neu zu definieren, wie dein Unternehmen durch Service echten Mehrwert schafft. Dennoch tappen viele Teams in typische Fallen: Verpasste Chancen, unnötige Redundanzen und starre Implementierungen sind oft die Folge.
Bei Adaptavist haben wir Unternehmen aus verschiedensten Branchen dabei unterstützt, ihre ITSM-Umgebungen zu modernisieren. Die erfolgreichsten Transformationen gelingen dann, wenn Teams auf „Clean-Slate“-Denken setzen – also ihren Service Desk mit Fokus auf Flexibilität, Skalierbarkeit und langfristige Agilität völlig neu konzipieren.
Hier sind fünf Mythen, die uns bei ITSM-Migrationen immer wieder begegnen – und was uns reale Transformationsprojekte darüber gelehrt haben, diese hinter uns zu lassen:

Mythos 1: „Lift-and-Shift“ ist sicherer als ein Neuanfang

Realität: Man verschiebt lediglich die Altlasten in ein neues System.
Es mag sich sicher anfühlen, bestehende Workflows und Strukturen einfach 1:1 auf eine neue Plattform zu spiegeln. Doch oft bedeutet das nur, genau die Komplexität mitzuschleifen, die das alte Tool am Ende unbedienbar gemacht hat.
Smarte IT-Teams durchbrechen diesen Teufelskreis: Sie lassen veraltete Anpassungen (Customisations) hinter sich und konzentrieren sich vom ersten Tag an auf ein skalierbares Design und ITIL-konforme Workflows.
Sie haben das Chaos nicht einfach migriert – sie haben es beseitigt.

Mythos 2: „Clean-Slate“ bedeutet, bei null anzufangen

Realität: Es bedeutet, mit Plan neu zu gestalten, statt Fortschritte zu löschen.
Ein „Clean-Slate“-Ansatz wirft nicht alles über Bord – er gibt dir die Chance, bewusst zu entscheiden, was du beibehalten und was du hinter dir lassen möchtest.
Mit der Unterstützung von Adaptavist konsolidieren viele Unternehmen fragmentierte Systeme zu einer einzigen Cloud-nativen Lösung, die über verschiedene Abteilungen, Regionen oder Funktionen hinweg funktioniert.

Mythos 3: Man darf nicht zu viel ändern, sonst verlieren wir die Akzeptanz der Nutzer

Realität: Nutzer wollen Klarheit, kein Chaos.
Der Versuch, die Vertrautheit mit Altsystemen krampfhaft aufrechtzuerhalten, führt oft dazu, dass unübersichtliche Oberflächen und überladene Workflows einfach nur nachgebaut werden. Erfolgreiche Teams setzen stattdessen auf Benutzerfreundlichkeit, Geschwindigkeit und Einfachheit – und kombinieren dies mit gezielten Schulungen und Enablement, um die Akzeptanz nachhaltig zu sichern.
Veränderung hat die Akzeptanz nicht behindert – sie hat sie beschleunigt.

Mythos 4: Eine Migration ist ein reines Tool-Projekt

Realität: Es ist ein Projekt für Menschen – mit langfristigen Auswirkunge
Migrationen werden oft als reine Tooling-Initiativen geplant – doch die wirkungsvollsten Transformationen betrachten sie als Fundament für einen echten geschäftlichen Wandel. Über die reine Implementierung hinaus ist der Aufbau interner Kompetenzen der entscheidende Schlüssel – sei es durch Enablement, gezielte Trainings oder ein dediziertes Centre of Excellence.
Die Plattform war nur der Startpunkt – der wahre Gewinn war die interne Handlungsfähigkeit.

Mythos 5: Man kann transformieren, ohne Prozesse neu zu gestalten

Realität: Neue Tools reparieren keine kaputten Prozesse.
Der Erfolg kommt nicht durch JSM (oder irgendein anderes Tool) allein – er entsteht durch die Abstimmung von Tools, Prozessen und Geschäftszielen. Von der automatisierten Triage bis hin zur SLA-Sichtbarkeit in Echtzeit: Die effektivsten Teams richten ihr Service-Management an den Menschen aus – nicht nur an Plattformen.
Wenn Prozess und Plattform gemeinsam konzipiert werden, folgen Transparenz und echte Wirkung ganz von selbst.

Fazit: Nicht nur migrieren – transformieren!

Jede ITSM-Migration ist eine Chance, neu zu denken, neu zu gestalten und zu neuer Stärke zu finden.
Wenn du einen Wechsel zu JSM Cloud (oder einer anderen Plattform) planst, solltest du dir folgende Fragen stellen:
  • Übertragen wir dabei alte Probleme in ein neues System?
  • Bauen wir eine neue Lösung für kurzfristigen Komfort oder für langfristige Skalierbarkeit?
  • Ermöglichen wir unseren Teams, die Plattform vollumfänglich zu nutzen und konsequent weiterzuentwickeln?

Möchtest du deinen ITSM-Ansatz überdenken?

Verfasst von
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Stephen Laurin
Service Management Practice Team Lead
With extensive experience in business consulting, Stephen has assisted organisations of various sizes in implementing and improving service management practices. He excels at navigating complex implementations in the Atlassian ecosystem, with a primary focus on practicality and efficiency.
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